Bildung ist Zukunft (BIZ)
Nur optimal ausgebildete SchülerInnen, die über umfassende fachliche und soziale Kompetenzen verfügen, werden in der Lage sein, Verantwortung zu übernehmen, einen wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung in Mecklenburg-Vorpommern herbeizuführen und somit die Zukunft unseres Landes aktiv und positiv zu gestalten. Doch ob dies unter den derzeitigen Bedingungen im Schulwesen erreicht werden kann, ist fraglich. Offensichtlich sind die Missstände: Stundenausfall, überfüllte Klassen, unzureichende Ausstattung der Schulen, zu wenig Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen, nicht genug Lehrerstunden.... Dies zu erkennen, ist das eine - Abhilfe schaffen das andere. Denn allgegenwärtig sind nicht nur die Probleme, sondern auch die leeren Kassen. Die dürfen jedoch keine Ausrede dafür sein, längst überfällige Maßnahmen und Reformen im Bildungswesen aufzuschieben. Eine Aufstockung des Etats ist dringend notwendig! Jedoch muss auch nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten gesucht werden.
Jetzt handeln!
Trotz einer Arbeitslosigkeit von mehr als 20% in einigen Teilen des Landes, klagt die Wirtschaft über fehlende Fachkräfte - was bedeutet, dass durchaus noch Arbeitsplätze vorhanden sind, jedoch den Arbeitsuchenden die Qualifikation für diese Jobs fehlt. Dieser Fakt allein sollte genügen, um jeden zu der Einsicht kommen zu lassen, dass das Bildungswesen in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr den allgemeinen Anforderungen genügt und deshalb umgehend gehandelt werden muss.
Zur Verbesserung der Qualität von Schule und Bildung ist Geld zur Finanzierung folgender Punkte dringend notwendig:1. Die materielle Ausstattung der Schulen
- Fachräume sind oft nur unzureichend ausgestattet
- es fehlt an Computern und weiteren Kommunikationsmitteln
- der bauliche Zustand vieler Schulen, Turnhallen und Internate ist immer noch mangelhaft
2. Schaffung zusätzlicher Lehrerstellen, so dass
- Ausfallstunden reduziert werden können
- Klassen mit geringerer SchülerInnenzahl eröffnet werden können, um ein effektiveres Arbeiten zu ermöglichen
- mehr Kurse in Sekundarstufe 2 angeboten werden können, was eine Kurswahl nach den tatsächlichen persönlichen Interessen ermöglicht und nicht auf Grund des beschränkten Angebots zur Wahl bestimmter Kurse zwingt
3. Finanzierung eines umfassenden Fortbildungsprogramms für LehrerInnen, einhergehend mit veränderten Ausbildungskriterien, so dass
- LehrerInnen sowohl fachlich als auch methodisch wieder auf dem neusten Stand sind
- LehrerInnen endlich ihre Aufgaben als Pädagogen/innen stärker wahrnehmen können
4. Einstellen zusätzlicher SchulsozialarbeiterInnen. Jede Schulart muss - abhängig von Schulart und Schülerzahl - über einen oder mehr SchulsozialarbeiterInnen verfügen um
- um Ansprechpartner für SchülerInnen zu haben (besonders bei der Öffnung der Schulen am Nachmittag)
- verhaltensauffällige und/oder lernschwache SchülerInnen zu betreuen
- über eine Person zu verfügen die bei Konflikten zwischen SchülerInnen bzw. SchülerInnen und LehrerInnen als unparteiischer Vermittler fungieren kann
5. Schaffung und Regelung von Möglichkeiten, die es den SchülerInnnen erlauben, sich auch außerhalb der Unterrichtszeit in der Schule und auf dem Schulgelände aufzuhalten, sich weiterzubilden und zu beschäftigen, z.B. in
- Arbeitsgemeinschaften
- Schulsportmannschaften
- Schülerbands
- der Schülerzeitung
- einem Schulclub
- einer Schulbibliothek
6. Eine (stärkere) finanzielle Unterstützung der Arbeit der SchülerInnenvertretungen
Diese setzten sich auf Schul-, Stadt-, Kreis- und Landesebene für die Interessen und Rechte von SchülerInnen ein. Ihre Arbeit muss dementsprechend gewürdigt und gefördert werden, denn auch sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung der Schüler, zeigen was es heißt Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
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